Unsere Wochen in der Sprachschule

Hallo zusammen,

am 2.8. begann für uns die Reise in die wunderschöne Dominikanische Republik. Zusammen mit unseren Mitfreiwilligen flogen wir von Düsseldorf nach Puerto Plata und wurden dort sofort herzlich von unserer Studentenbetreuerin Sabrina in Empfang genommen.

 

Untergebracht sind wir für den ersten Monat im „Casa Goethe“, einer Sprachschule in Sosúa. Nach den ersten beiden Wochen haben wir nun auch den anfangs doch ziemlich erschöpfenden Jetlag überstanden und uns an das tropische Klima gewöhnt.

 

Neben den drei Stunden Gruppenunterricht am Morgen haben wir jeweils noch Einzelunterricht am Nachmittag. Während in den Stunden am Morgen der Schwerpunkt eher auf der Grammatik liegt, können wir im Einzelunterricht immer viel sprechen und das Gelernte in einer Konversation anwenden.

Mit unseren super lieben Spanischlehrerinnen Lisette und Rosa konnten wir so schon viel über die Unterschiede zwischen der dominikanischen und der deutschen Kultur reden. Beide sind sehr herzliche und lebensfrohe Dominikanerinnen, die viel Interesse an uns zeigen und auch gerne und offen über ihr Leben in der DomRep erzählen. Auch wenn jegliches Diskutieren besonders für mich (Noemi) mit meinem doch noch ziemlich spärlichen Wortschatz eine ganz schöne Herausforderung darstellt.

 

Unser Sprachschulalltag endet meistens noch mit ein paar Runden Doppelkopf auf unserer wunderschönen Terasse, umgeben von grünen Palmen und mit Blick auf das Meer.

Gemeinsamen mit den Freiwilligen aus San Cristobal macht sogar das Kochen richtig Spaß, selbst wenn wir in den ersten Tagen verhältnismäßig oft einfach nur Nudeln mit Ketchup gegessen haben. Mittlerweile sind wir jedoch schon ein richtig gut eingespieltes Kochteam und hatten sogar schon die Möglichkeit, mit unserer einheimischen Hausmutter Nena dominikanisch zu kochen.

Wenn wir Glück haben, bringt uns unserer Nachtwächter Theo, den wir alle sehr ins Herz geschlossen haben, machmal auch noch Mangos aus dem eigenen Garten vorbei.

Im Laufe der ersten Woche haben wir auch die hier sehr gängigen Comedors für uns entdeckt. Das sind kleine Läden, in denen man für einen guten Preis sehr leckeres Essen zum Mitnehmen bekommen kann, wenn man mal keine Lust zum Kochen hat. So kam es, dass sich die Fleichesser unter uns auch sofort in das landestypische Gericht „PicaPollo“ verliebt haben.

 

Leider ist unser Mitfreiwilliger Lars bereits in der ersten Woche krank geworden, so dass wir bereits frühzeitig erste Erfahrungen mit den dominkanischen Krankenhäusern machen mussten. Auf dem Weg zum Krankenhaus konnten wir schon die hier typischen „Carro publicos“ (öffentliche Taxis, die auch gerne mit bis zu acht Leuten gefüllt werden) und „Motoconchos“ austesten. Beides sind super günstige und einfache Möglichkeiten, um schnell von A nach B zu kommen auch wenn der Fahrstil zu Anfang doch ungewohnt war, denn jegliche Verkehrsregeln werden hier eher als „Vorschläge“ wahrgenommen und auch gerne missachtet. Daher gilt die Hupe hier in jeder erdenklichen Situation als gute Option.

 

An den unterrichtsfreien Wochenenden haben wir die Möglichkeit, zusammen mit anderen Sprachschülern aus verschiedenen Ländern an Exkursionen teilzunehmen. Bereits die langen Fahrten mit den sogenannten „GuaGuas“ (Kleine Bullis) durch die dominikanischen Dörfer waren für uns super eindrucksvoll, noch viel mehr aber natürlich die traumhaften Orte, die uns am Ende erwarteten. In unserer Galerie könnt ihr euch gerne die Bilder von dem Strand „Punta Rucia“ oder vom „Lago Dudu“ See angucken.

Da die letzte Woche hier der derzeitigen „Hurricane-Zeit“ mit viel Regen und Gewittern alle Ehre gemacht hat, konnten wir dieses Wochenende außerdem eine Tour zu den 27 Charcos machen. Die 27 Charcos sind mehrer kleine Wasserfälle, die sich in kleinen Schluchten und Wasserbecken einen Berg runterschlängeln. Nach einem kurzen Aufstieg, konnten wir dann einige der kleineren Fälle herunterspringen oder -rutschen.

 

Dank unserer Studentenbetreuerin Sabrina konnten wir auch schon erste Erfahrungen mit dem dominikanischen Nachtleben sammeln und sind mit den hier typischen Bachata- und Merengetänzen in Berührung gekommen. Mit den tanz- und bewegungsfreudigen Dominikanern macht das Feiern hier richtig Spaß (obwohl wir uns daneben doch noch sehr steif und unbeholfen vorkommen :P ).

 

Überhaupt waren unsere bisherigen Erfahrungen mit den Leuten hier durchweg positiv. Die Menschen, denen wir bisher begegnet sind und die wir kennenlernen durften, waren voller Spontaneität und uns gegenüber sehr gastfreundlich und positiv eingestellt. Dennoch muss man sich zunächst daran gewöhnen, dass man immer und überall in der Öffentlichkeit wegen der hellen Haut und der blonden Haare sehr viel Aufmerksamkeit bekommt.

 

Die Zeit hier in der Sprachschule hat uns allen richtig gut gefallen und war für uns der perfekte Start in unser Jahr in der Dominikanischen Republik. Jetzt freuen wir uns aber auch schon sehr auf Santo Domingo und sind gespannt auf unsere Arbeit im Projekt.

 

Saludos y Bezitos

 

Noemi und Paulin

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Susanne Damhus (Sonntag, 02 September 2018 13:13)

    Hallo ihr beiden,
    ich habe mit viel Freude euren Beitrag gelesen und freue mich schon auf eure nächsten elebten Geschichten auf diesem Blog.
    Es ist sehr schön, dass ihr uns wenn wir auch außenstehend sind an euren Erlebnissen teilhaben lasst.

    Von mir liebevolle herbstliche Grüße

  • #2

    Moni (Mittwoch, 05 September 2018 21:46)

    Ich kann Suse nur zustimmen. Es ist wirklich total interessant von euch in diesem Blog zu lesen. Ganz liebe Grüße von Christian u. Mir

  • #3

    Henrik (Donnerstag, 06 September 2018 21:46)

    Klingt echt mega eure bisherigen Erlebnisse! Ich muss unbedingt auch mal über den Atlantik.
    Viel Spaß euch noch!
    Henrik

  • #4

    Petra Lablans (Mittwoch, 12 September 2018 11:07)

    Hallo Ihr zwei,
    Suse war so lieb mir den link zu geben und ich habe es mit Interessse gelesen und werde Eure Einträge weiterhin mit viel Interesse verfolgen.
    Ich finde es wirklich ganz toll was ihr da macht und diese Erfahrungen werden sicher Euer leben deutlich prägen.
    Paßt auf Euch auf !
    Liebe Grüße aus Coesfeld
    Petra